Mittwoch, 29. Dezember 2010

Ein Lebensschützer geht zu Boden: 2ter Teil-Comic Berichterstattung: Pro Life Lichterkette Salzburg 12.12.2010

Die Pro Life Lichterkette vor dem Salzburg LKH ist vorbei, 5 Lebensschützer von Jugend für das Leben räumen auf, die Polizei zieht ab:
Die Schar der Lebensschützer zieht in die Nahe Kirche um an diesem Vorabend zum Sonntag Gaudete Hl. Messe zu feiern:
Da stürmen die Anti-Lebens Demonstranten auf die 5 zurückgebliebenen Lebensschützer zu. Sie belästigen die Mädchen...
und leeren die Kübel mit Fackelresten etc aus.
 Ein Junger Lebensschützer wehrt sich, und stellt sich einem Angreifer in den Weg.
 Aber auf der Seite lauert schon ein weiterer Feind der Lebenschützer
 Unausweichlich kommt eine fliegende Faust von der Seite auf den Lebensschützer zu und trifft ihn hart!
 Er geht zu Boden, und zu zweit bearbeiten sie ihn weiter!
 Eine Lebensschützerin schreit nach der Polizei, die zum Glück noch in Ruf weite ist!
 Aber wie zu erwarten sind die Anti Lifer ganz Unschuldig! Sie wollen ja nur für die Armen Frauen demonstrieren. Denn die Frauen können ja nicht für sich selbst sprechen, und die militanten Abtreibungsgegner sind auch einfach zu gemein!
Erster Teil der Comicberichterstattung

Kosmos, Schöpfung, Nichts- Der Mensch in der Entscheidung.


Professor Dr. Wolfgang Speyer legt die Summe seines langjährigen Forschens zum Verhältnis Christentum und Antike vor:
erschienen im Tyrolia Verlag 2010, Salzburger Theologische Studien 37,

Der Autor stellt dem vom Nihilismus geprägten zeitgenössischen Welt- und Menschenbild den Gedanken des "geheimen Göttlichen" gegenüber, wie er sich in der griechisch-römischen Antike, im alten Judentum und ebenso im Neuen Testament findet. Und die Frage nach der Existenz des Göttlichen stellt die Weichen für Denken und Handeln.
WOLFGANG SPEYER, geb. 1933, studierte Klassische Philologie, Alte Geschichte, Philosophie sowie Theologie und lehrte als o. Univ.-Prof. an der Universität Salzburg; Mitherausgeber des Reallexikons für Antike und Christentum seit 1972.


Kosmos - Schöpfung - Nichts

Der Mensch in der Entscheidung

von 
Wolfgang Speyer
250 Seiten;
2010 
Tyrolia
ISBN 978-3-7022-3034-0
KNV-Titelnr.: 22872771



Das Buch geht von der geistig-seelischen Lage des europäischen Menschen nach Ludwig Feuerbach und Friedrich Nietzsche aus, d.h. von der der behaupteten These vom "Tode Gottes" und deren geistig- seelischen Folgen. Das pessimistische, ja depressive Bild vom Menschen ist in der Folgezeit zu einem absurden Bild von Mensch und Welt geworden, wie es bestimmte Kunstströmungen der Gegenwart spiegeln. So erscheinen Existenzialismus, Atheismus und Nihilismus als Zeichen unserer Gegenwart.
Auf diesem Hintergrund werden die griechisch- römische antike mit ihrem Verständnis des göttlichen Kosmos, ihrem Gedanken vom Menschen als einem Mikrokosmos, der dem göttlichen Makrokosmos der Welt antwortet, und die Offenbarung des Alten Testaments von Gott als dem Schöpfer sowie die Botschaft des Neuen Testamentes von Jesus aus Nazareth als dem Bildnis des SChöpfer-Gottes neu befragt.
Der Gedanke des geheimen Göttlichen, der für das Verständnis des Menschen konstitutiv ist, da dieser als Erkennend- Fragender auf Unendlichkeit angelegt ist, steht in der Mitte der Ausführungen. Der Mensch ist angerufen, sich gegenüber dem Geheimen- Offenbaren des Wirklichkeitsganzen, dem Ausdruck des Göttlichen, in einem positiven oder einem Negativen Sinne zu entscheiden, wie dies bereits die Mythe von Herakles am Scheideweg bildhaft verdeutlicht.
Der Autor:
WOLFGANG SPEYER, Dr. phil., o. Univ.-Prof., geboren in Köln 1933, Promotion an der Universität Köln 1959, Habilitation an der Universität Salzburg 1972. Mitherausgeber des Reallexikons für Antike und Christentum seit 1972. Fachgebiete: Klassische Philologie und Rezeptionsgeschichte, frühes Christentum, Theologie und Religionswissenschaft, Studien zur italienischen Renaissance, zum Buch- und Bibliothekswesen sowie zur Kunstgeschichte.

Montag, 13. Dezember 2010

ComicBerichterstattung: Erste Eindrücke von Pro Life Lichterkette Salzburg 12.12.2010

Erste Eindrücke von der Lichterkette für das Leben in Salzburg 11.12. 2010 vor dem Landeskrankenhaus Salzburg.

Wetter: Sehr nass und windig,
Organisatoren: Jugend für das Leben
Der Übersichtlichkeit halber zuerste ein kleiner Lageplan:



120 Pro Life vs. 30 Anti Life; getrennt durch eine Straße. Wegen Mangelnder Anti Life Demonstranten befestigen sie ihre Transparente an der Hecke. Die Pro Lifer haben viele Fackeln, es ist ja eine Lichterkette!


Die Feinde des Lebensschutzes werden schnell Aggresiv:



Ein Bus fährt vor, und gleich werfen sie mit Feuerwerkskörpern und Rot bemalten Ob's. Auf den Bus haben sie gewartet, damit die Polizei nicht erkennt, wer geworfen hat.


Die Polizei steigt genervt aus den Auto und postiert sich für den Rest der Lebensschutz Demo auf der Seite der Anti Life Demonstranten:



Wähle das Leben auf der Einen Seite:
Auf der anderen : Hätte Maria abgetrieben, wärt ihr uns erspart geblieben:





Auf der einen Seite hält ein Weihbischof die Wahrheit hoch:

Auf der anderen Seite macht das Böse was es am besten kann: Es äfft nach. Ein "Entweihbischof" versucht die klaren Worte des Weihbischofs zu entstellen: "Oh, die armen armen Zellhaufen, bla bla..."


Auffallend viele männliche Jugendliche zwischen 15 und 17 sind für Abtreibung
Aber die Lebensschützer lassen sich nicht beirren, beten, singen, halten zusammen...

Dann gibt es eine Heilige Messe, am Vorabend des 3. Sonntages im Jahreskreis: Gaudete- Freuet euch!

Ein Lebensschützer landet dann auch im Krankenhaus: Gehirnerschütterung! Als die Pro Lifer schon in die Kirche gehen, stürmen die Anti Lifer auf die Pro Life Seite, wo 5 noch zusammen räumen. Sie bedrängen die Mädchen und wollen Dinge wegnehmen etc. Ein Lebensschützer will sie davon abhalten, da schlägt ihn einer fest von der Seite ins Gesicht, er fällt zu Boden und zwei werfen sich auf ihn. Zum Glück ist die Polizei noch in der Nähe. Dazu gibts vielleicht später einmal Bilder.

Bitte für uns, allreine Gottesmutter


Sonntag, 12. Dezember 2010

Erste, Geheime Skizzen von katholischem Comicprojekt aufgetaucht!

Auf dubiose und daher auch geheime Weise sind mir erste Skizzen aus den Rübenlese Studios in die Hände gefallen. Unter "streng vertraulich" steht was von Emil Grouard und der Geisterwolf, scheint wohl der Arbeitstitel für ein Comic Projekt zu sein...So weit ich schlau draus werde schaut Grouard aus dem Fenster und dann kommt ein Junger Jesuit dazu, der seinen Ordens-vorfahren Nacheifern will, aber Grouard schätz ihn noch nicht als reif für die echt harten Missionen ein, oder so. Ein Geisterwolf ist aber noch nicht vorgekommen...




Bekenntnissablegung zum 3. Adventsonntag Gaudete

Endlich darf ich einmal: Die Rübenlese Schlägt zurück!
Proberedigt 3. Adventssonntag, Gaudete ---Lesejahr A (VK Homiletik)

Lieber Brüder und Schwestern,
Heute ist einer der Zwei Tage im Jahr, an denen man Rosa Messgewänder trägt. Und nicht nur die Farbe sondern auch der Name des Tages ist etwas Besonderes: Gaudete: Freut euch!
Was dieser Name bedeutet will ich in Verbindung mit dem heutigen Evangelium erklären. Dazu ist es wichtig, sich noch einmal einige Punkte des Evangeliums in Erinnerung zu rufen:

Johannes der Täufer sitzt im Gefängnis und dort hört er von den Taten Jesu. Er hat Jesus gekannt. Er ist der Ältere Cousin von Jesus und er hat Jesus im Jordan getauft. Jetzt im Gefängnis ist er verunsichert. So schickt er seine Jünger zu Jesus und lässt sie Fragen: Bist du der, der kommen soll, oder müssen wir auf einen anderen warten?
Wie antwortet nun Jesus? –Seine Antwort ist ein Hinweis auf seine Taten. Berichtet Johannes was ihr hört und seht, dass ist alles. Und zuletzt sagt er noch über Johannes: Unter allen Menschen hat es keinen größeren gegeben als Johannes den Täufer; doch der Kleinste im Himmelreich ist größer als er.

Johannes der Täufer im Gefängnis (von http://vitajesu.wordpress.com/2009/11/22/61/)
Jahre später sitzt im Gefängnis ein anderer Mann, dessen Name bedeutet: der Kleine, und der von sich selber sagt:
Als Letztem von allen erschien er auch mir, dem Unerwarteten, der «Missgeburt».
Denn ich bin der geringste von den Aposteln; ich bin nicht wert, Apostel genannt zu werden, ... Doch durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin...
Es ist Paulus! Und vom Gefängnis aus schreibt er die Worte, die dem heutigen Festtag den Namen geben: Freut euch im Herren zu Jeder Zeit! Es sind seine Worte, aus dem Gefängnis heraus geschrieben um die, die eigentlich frei sind aufzubauen und zu ermutigen. Noch einmal sage ich: Freut euch!
 Paulus im Gefängnis, Rembrandt

Der Eine, Johannes, hat Jesus leibhaftig gesehen und gekannt, er sitzt im Gefängnis und er weiß nicht wie er ihn einordnen soll. Er ist voll Ungeduld: Warum passiert nicht das, was wir erwartet haben vom Messias? Warum zeigt er sich nicht deutlicher? - Der Andere, Paulus, hat Jesus so nie gekannt oder gesehen er sitzt im Gefängnis und sagt: Gaudete, freut euch allezeit im Herrn!

Was ist der Unterschied? Warum hat Paulus mehr Vertrauen als Johannes? Es gibt doch keinen größeren unter den Menschen als Johannes? Oder wie es eigentlich im griechischen heißt: Unter denen, die von einer Frau geboren wurden gibt es keinen größeren als Johannes (meizon en gennhtois gunaikwn)?
Genau das aber ist der springende Punkt:

Auch Paulus hat Jesus gesehen, aber er hat ihn nicht kennen gelernt als er noch lebte. Nein! Er hat den Auferstandenen gesehen. Jesus selbst ist ihm Erschienen in Damaskus und hat sich ihm offenbart. Im Johannesevangelium sagt Jesus: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht in das Reich Gottes kommen. Paulus ist so aus dem Geist geboren worden, und so ist er als Glaubender nicht von einer Frau geboren worden, sondern eben aus dem Geist! An Paulus ist geschehen, was Jesus kurz vor seinem Tod gesagt hat: Es ist gut für euch, dass ich gehe, denn ich werde euch den Beistand senden, den Heiligen Geist. Durch den Heiligen Geist ist Jesus nicht mehr der Ferne, sondern der ganz Nahe, er ist nicht nur vor uns, jetzt er ist in uns.

Aber Johannes steht mit seinen Zweifeln nicht alleine da. Sogar den Jüngern Jesu, die Jahrelang mit ihm unterwegs waren und eingeweiht wurden in die Geheimnisse Gottes, fällt nach dem Tode Jesu nichts besseres ein, als wieder ihrer alten Arbeit nachzugehen. "Ich will fischen gehen"- "Wir kommen auch mit", dass ist das einzige, das Petrus und den Jüngern in ihrer Ratlosigkeit einfällt. Auch sie waren noch nicht aus dem Geist geboren. Das wird aber zu Pfingsten geschehen, wenn der Heilige Geist über die Apostel kommt, und sie sich dann nicht mehr fürchten und verstecken sondern der ganzen Welt das Evangelium verkünden.

Wenn man das Leben des Paulus betrachtet merkt man: Obwohl er Jesus selbst gesehen hat, den Auferstandenen Jesus, und obwohl er "in den dritten Himmel entrückt" wurde und "unsagbare Worte hörte, die ein Mensch nicht aussprechen kann", hat er nachher kein einfaches, schönes Leben gehabt. Er hatte große Schmerzen und musste Enttäuschungen hinnehmen. Legendär ist der Bericht seiner vielen Abenteuer und Rückschläge. Von mehrmaligem Schiffbruch über Prügelstrafen bis zu falschen Freunden kommt alles vor, was sich ein Mensch nicht wünscht im Leben. Genau weil er auch das alles kennt, kann er uns Mut machen, und uns sagen: Freut euch! In der Taufe und in der Firmung sind wir aus Geist geboren! Und der Geist macht uns frei! Einen Menschen, der wirklich frei ist, der ist auch in Gefangenschaft frei. Zur Freiheit hat uns Christus befreit. - Er will, dass wir ihn annehmen und zeigt uns den Weg, wie man es an Paulus sieht.

Zurück zu Johannes. In ihm können wir uns oft wieder finden. Er ist körperlich gefangen, eingesperrt, und ist verunsichert und zweifelt. So geht es uns oft im Leben. Wir sind von verschiedenen Dingen gefangen. Vielleicht ist jemand gestorben und man fragt sich, warum das sein muss. Wir sind dann verunsichert und verzweifelt. Aber gerade dann sollen wir daran denken: Das Leben auf dieser Welt ist nicht alles. Jesus sagt uns immer wieder: Habt Vertrauen, Vertrauen auf Gott, nicht auf die Welt.
Gaudete- Freut euch.
Amen

Lieblings Nonnenfilme von Nonnen (Sr. Helen Burns)

Sr. Helen Burns fsp hat auf ihrem Spitzenblog  Hell Burns (der sich vor allem mit Filmen beschäftigt, ist ja auch ein Pauline Sister) eine Liste der 10 Lieblings Nonnenfilme von echten Nonnen gemacht. 
Sehr Lesenswert.
Hier nur die Namen der Top Ten, die Kommentare einer Real life Nonne auf ihrem Blog dazu gehören gelesen:


1. “The Trouble with Angels” 1966/”Where Angels Go, Trouble Follows” 1968
2. “Sound of Music” 1965—“
3. “Song of Bernadette” 1943
4. “Bells of St. Mary’s” 1945
5. “Doubt” 2008
6. “Come to the Stable” 1949
7. “Dead Man Walking” 1995
8. “Heaven Knows, Mr. Allison” 1957
9. “Sr. Act I” 1992
10. “Painted Veil” 2006

Schutzlose Kicker- Fußballmagazin über den Neuen Fußballpatron Luigi Scrosoppi

Aus dem Ballesterer Fußballmagazin (Österreich) Nr 58 2010/2011:
Schutzlose Kicker

Wenn es beruflich nicht läuft und Hilfe von oben nötig ist, wenden sich gläubige Katholiken an den entsprechenden Schutzpatron. Politiker haben Jeanne D'Arc, Polizisten den Erzengel Michael und Barkeeper einen gewissen Bernhard von Clairvaux. Nur Fußballer hatten bisher niemanden, den sie anrufen konnten, wie den Kärntnern Martin Pesek und Walter Walzl aufgefallen ist. Nach einem Casting von 13.000 Heiligen wählten sie den Italiener Aloisius Scrosoppi (1804-1884) aus. Der Heimleiter für Taubstumme wurde- vertreten durch eine Statue - im Kärntner Pörtschach von Diözesanbischof Alois Schwarz nun zum Schutzheiligen für Kicker geweiht. Sein härtester Konkurrent: Ottmar von St. Gallen, der ein Weinfass besaß, das nie leer wurde. Die ballesterer-Anfrage, ihn zum Patron der Fußballjournalisten zu machen, läuft.
.
(Foto: Wikipedia)
Immer wieder schön: Der Blick religiös +/- Unbedarfter auf unseren Reichen Schatz an Traditionen. Und das mit Aloisius Scrosoppi stimmt sogar ( kath.net, wikipedia, Biografie auf vatican.va)
und auch das Wunderweinfass von Ottmar von St. Galen gab es!
Der heilige Otmar (mit Abtsstab und Weinfässchen) auf der Zunftfahne der Weinhauer von Mödling (1755)
(Foto und Fototext von Wikipedia)

Samstag, 11. Dezember 2010

Comic: Der Samaritaner

Kennt jemand den Comic: Der Samaritaner? auf Deutsch bei ZACK erschienen.Schaut interessant aus,- werd mal versuchen den ersten Band auf ebay zu ergattern. Muss ich ja fast, den der jugendliche Schüler des Richtes Shimon von Samarien heißt ja Ruben!


Die Hauptfigur (Text von Zack):
"Shimon von Samarien ist in Rom aufgewachsen und wurde dort erzogen. Im besetzten Judäa hat er die Stellung eines Richters des Sanhedrin inne und ermittelt sowohl unter den Römern, die ihn als Juden betrachten, als auch unter der jüdischen Bevölkerung, die ihn als Römer sieht, was seine Aufgabe, Verbrechen aufzuklären, nicht unbedingt vereinfacht."


Hier die Teile der Comic Besprechung von Splashcomics.de:




Du sollst nicht töten! (Originaltitel: "Shimon de Samarie 1 – Tu ne tueras point")
Autor: Fred Le Berre; Zeichner: Michel Rouge, Kolorist: Corentin Rouge

Story: 

Das alte Palästina zu Beginn unserer Zeitrechnung. Shimon von Samarien ist Richter des Sanhedrin im besetzten Judäa und hat es dort mit der Klärung von Rechtsbrüchen zu tun, und manchmal auch mit der Aufklärung von Morden.

In Jerusalem hat die Erde gerumpelt. Ein alter Tempel hielt dem Beben nicht statt und ist teilweise eingestürzt. Bei Aufräumarbeiten findet sich ein toter Mann. Aber etwas an der Leiche ist merkwürdig. Es scheint, dass der Mann nicht durch das Erdbeben zu Tode kam, sondern Opfer eines Mordes geworden ist. Die durchgeschnittene Kehle des Toten spricht eine deutliche Sprache.

Richter Shimon und sein jugendlicher Gehilfe Reuben nehmen sich dem Fall an.


Meinung: 

.....
Anders als bei Joe Saccos Palästina, das den modernen Comic-Journalismus begründete, ist Du sollst nicht töten! von Szenarist Fred Le Berre und Zeichner Michel Rouge eine Art Bibel-Krimi im klassischen Sinne. Das Setting für die Abenteuer des Samaritaners ist durchaus exotisch. Die Geschichte spielt zu einer Zeit, als in Palästina noch keine "Bombenstimmung" herrschte, sondern lediglich König Herodes I., der, wie wir alle wissen, seinerseits auch kein Chorknabe war. Dieser Schauplatz, mit seinen historischen politisch-religiösen Untertönen, bewirkt etwas Eigenständiges und ist unter dem Strich interessanter, als man ursprünglich vielleicht dachte.....

Die Zeichnungen von Michel Rouge sind wirklich schön anzuschauen. Er schafft es sowohl die typische Landschaft der Region Judäa, als auch die handelnden Personen, ihre Kleidung und Häuser,  realistisch darzustellen. Rouge ist bekannt durch seine Versionen der Western-Klassiker Marshall Blueberry und Comanche. Er beherrscht die Kunst des Comiczeichnens bravurös, ob Naturlandschaften, biblische Bauten oder anatomisch korrekte Personen. Es stimmt wirklich alles. 


Fazit:
Du sollst nicht töten! entführt den Leser in die Welt des alten Judäa und damit an einen Ort, den man nicht primär als Schauplatz einer klassischen Detektivgeschichte aussuchen würde. In ruhiger, unaufgeregter Erzählweise spulen Le Berre und Rouge einen soliden Krimi ab, der gut unterhält. Nichts, weshalb einem beim Lesen die Spucke wegbleibt, aber leicht besser als der schnöde Durchschnitt....


und einen zweiten Band gibt es auch schon: Du sollst nicht begehren deines nächsten HAb und Gut
"... Immer noch befinden sich Shimon und sein junger Schüler Reuben auf der Suche nach dem Mörder von Akbor dem Goldschmied. Die Spur des mutmaßlichen Täters führt die beiden in die Nähe des Toten Meeres. In einem abgelegenen Kloster lebt hier eine Sekte, die sich Die Söhne des Lichtes nennt. Mit einem gewagten Trick gelingt es Shimon und Reuben, in die Festung zu gelangen, wo sie den des Mordes verdächtigen Jehuda vermuten, der mit den Sektenmitgliedern einen niederträchtigen Handel abschließen wollte …
Fred Le Berre und Michel Rouge ziehen den Leser erneut in den Bann ihres Kriminalfalls um Mord, Intrigen und Verrat im Judäa kurz nach Christi Geburt. Gekonnt verknüpfen sie historische Wahrheiten mit fiktiven Personen und Ereignissen."

Donnerstag, 9. Dezember 2010

Sternstunde des Deutschen Journalismus: Neue Post

Ein Neuer Stern am Katholischen Medienhimmel geht auf: Die Neue Post. Tiefe Einsichten, geistreich werden Zusammenhänge dargestellt, die uns die Augen öffnen...und vor allem  fühlen sie sich der Wahrheit verpflichtet: 
Papst Benedikt: "Ich habe Sehnsucht nach meinem großen Bruder"


Man sieht ihm die Freude an, und sein zufriedenes Lächeln überträgt sich sofort auf alle um ihn herum – wenn Papst Benedikt XVI. (83) von seinem Bruder, dem Domkapellmeister Georg Ratzinger (86), besucht wird, dann verströmt er noch mehr Liebe und Vertrauen als sonst.
Papst BenediktFoto: Getty Images
Papst Benedikt
„Wir sind sehr innig und vertraut miteinander. Wenn Georg lange nicht da war, habe ich oft Sehnsucht nach meinem großen Bruder“, verriet Papst Benedikt jetzt.

Und gerade an Weihnachten denkt der Heilige Vater oft wehmütig an den Bruder. Der ist fern von ihm, doch seinem Herzen so nah. Wenn Papst Benedikt am Weihnachtsmorgen der ganzen Welt den Segen „Urbi et Orbi“ spendet, dort von der Loggia des Petersdoms in Rom – dann gehen seine Gedanken auch ins ferne Regensburg zu Georg. Dann bittet der Papst Benedikt den Herrgott, ihm noch lange seinen geliebten Bruder zu erhalten. Als seinen wichtigsten Ratgeber, als sein Vorbild, als seinen Freund.

Warum lässt Papst Benedikt jetzt so private Blicke in seine Welt zu? „Weil Papst Benedikt XVI. unbedingt Frieden, Freude und Nächstenliebe in unsere oft so kalte und verschlossene Welt bringen will“, sagt der Journalist Peter Seewald, der dem Heiligen Vater für sein Papst-Buch „Licht der Welt“ auch private Fragen wie kein anderer stellen durfte. Hier auszugsweise einige wunderbare und überraschende Bekenntnisse und Geständnisse…
Ich kann nur raten: sofort Abobestellschein ausfüllen und abschicken!!!

Samstag, 4. Dezember 2010

Wehe, welch riesige Zahl von Seelen...Franz Xaver an Ignatius


Franz Xaver an Ignacio de Loyola. Ein äußerst aktueller Brief szenisch dargestellt
Ein Video aus der Rübenlesevorzeit. 2. Lesung aus der Lesehore vom 3. Dezember.
Franciscus Xaverius, E. litteris sancti Francisci Xavier presbyteri ad sanctum Ignatium. Hg. H. Tursellini, E. Vita Francisci Xaverii, Lib. 4, epist. 4.5. (Rom 1956) 1542 und 1544.

auch auf English

livenet- Das Webportal von Schweizer Christen

Führte meine ethnologischen Studien fort und entdeckte eine Schweizer Christen Seite...


livenet.ch- Das Webportal von Schweizer Christen. ZB. in Video/Musik Rubrik findet man nettes, wie Phil Keaggy- True Believers. Gitarren spielen tut er gewaltig gut, aber sein gesang könnte ein bisschen, hmm, mehr so sein, wie ich mir zB einen Franz Xaver oder Emil Grouard vorstelle, wenn sie gerade einen Hexenmeister K.O. schlagen- männlicher würde man das wohl nennen.


Gekommen bin auf die Seite, weil ich Heinz Gstrein gegoogelt habe, der ein Paar meiner Lieblinsmissonars-Biographien geschrieben hat, zB über den oben genannten Emil Grouard, Apostel von Athabasca, der lange Zeit Bischof der größten Diözese der Welt in Kanada, mit Eskimos und Eisschollen und so.
Jetzt stellt sich heraus, dass Gstrein letztes Jahr in der Schweiz eine persona mega non grata geworden ist, weil er sich als Orientalist recht stark gemacht hat gegen den politischen Islamismus etc. Ich lese jetzt gleich mal ein längeres Interview mit ihm, und bin gespannt wie es ist. 
Seine Bücher über Heilige und Missionare sind wie gesagt äusserst super. Erschienen in der Serie, Missionare die Geschichte machten der Steyler Missionare! Die Spannendste katholische Buchserie die ich kenne.
Bischof Emil Grouard, Wahlspruch: Non Recuso Laborem- Ich scheue keine Mühe



Phil Keaggy- True Believers


woho, jetzt wirds schräg: Berner Hip Hop, joël spörri, auf Bernerisch schätz ich. Ich verstehe kein Wort! Müsste aber irgendeinen christlichen Bezug haben, sonst wär es ja nicht auf der Seite, oder?


Mittwoch, 1. Dezember 2010

Einkaufen am 8. Dezember nur mit diesem Einkaussackerl!

Der 8. Dezember rückt näher. Und wieder werden wir uns weigern an diesem hohen Tag einzukaufen. Ganz strikt und prinzipienstark, ich meine, sind wir jetzt katholisch oder nicht?!? Was würden denn unsere orthodoxen Geschwister machen, die würden niemals so ein "Geschäft" oder "Boutique" oder wie man das Zeug so nennt betreten, nicht mal Schaufensterbummeln würden die! 
Aber wartet! Die Lösung, mit diesem Einkaufssackerl müsste es gehen! Es ist Orthodox, es hat eine Ikone drauf, und zeigt uns sogar die Produkte an, die wir kaufen dürfen!



Freitag, 26. November 2010

"Du leidest an Leib und Seele"- BXVI an Bischof Krenn 2005

Sucht man im Internet nach Dokumenten, besonders von Vat II stößt man immer wieder auf die Seite der Gemeinschaft vom hl. Josef stjosef.at/.  Getragen wird die Seite wie es scheint besonders vom Moral Theologen Josef Spindelböck. Auf einer Unterseite, eigentlich Seitenseite (wenn sichs nur nicht so blöd anhören würde) stießt ich nun zufällig auf einen sehr berührenden Brief vom ganz neuen Papst Benedikt an den noch nicht so lange zurückgetretenen aber schon sehr gezeichneten Bischof Krenn, denn ich hier wiedergebe möchte. Was für ein großer Mensch ist doch unser Papst.
von: stjosef.at

Dienstag, 23. November 2010

Eucharistic Adoration: reverse momentum


Wieder einmal ein tolles video von Spirit Juice Studios gehören sicher zu den besten katholischen Videomachern im Netz!
gekommen bin ich zu dem Video über ein Paar andere Geheimtipps:
über OneBillionStories (junger Amerikaner fährt mit dem Rad quer durch die USA um möglichst viele Coole Katholiken zu interviewen und zu filmen, hier ein Artikel über ihn)
zu aftermassrecords, die mit phatmass was zu tun haben
Gibts annehmbaren Deutschen Katholischen Rap? Oder muss ich das selber machen?

Rückkehrer/innentreffen: Die Armen hat Gott auserwählt!

Kürzlich gab es in Salzburg ein Rückkehrertreffen von Entwicklungshelfern. Da waren richtige Urgesteine, 10 Jahre Papua Neuguinea in den 70ern und so. Die jungen Missionare sollten ihre Erfahrungen kurz vorstellen: 10 Wörter, ein Symbol. Ich hab meine 10 Wörter auf 2 Bibelverse verteilt ;-)


Manchmal war ich in Bolivien angesichts des Elends, etwa der hohen Kindersterblichkeit, an einem Punkt, an dem man leicht hätte verzweifeln können. Da hab ich oft an 2 Verse aus der Bibel gedacht:
Ein Segen sollst du sein (Gen 12,2). Genau das ist es. Ich bin gerade bei diesen konkreten Menschen um ein Segen für sie zu sein. Retten kann ich sie nicht- denn wirklich retten kann nur Jesus Christus. Wie wir wissen ist der materielle Wohlstand auch nicht identisch mit dem wahren Glück des Menschen. Und doch ist das Elend ein Skandal gegen den ich kämpfen muss. 
So wurde ich mir bewusst: retten im umfassenden Sinn kann ich die Menschen nicht, aber das gerade ich bei ihnen bin, ihnen beistehen kann, zum Arzt bringen, die Frohe Botschaft verkünden, vielleicht sogar ein Haus bauen oder eine Ausbildung zahlen kann, dass hat einen Sinn. Und das große Leid wird dadurch vielleicht etwas kleiner. 
Und dann merkt man wieder, auch unter den schlimmsten Umständen: Die Armen in der Welt hat Gott auserwählt (Jak 2,5)!
Diese Menschen haben einen solch starken glauben, ein so großes Vertrauen auf Gott und auch ein so großes Bedürfnis nach Gott, dass man, ohne lange nach Gründen für die Richtigkeit dieses Verses zu suchen, sagen muss: er stimmt! Wenn eine alleinerziehend Mutter von 8 Kindern am Abend sagt: "Danke, dass wir diesen Tag wieder überlebt haben und zu essen hatten",  dann fühlt man sich ganz plötzlich nicht mehr als Lehrer, sondern als Belehrter in Sachen glauben. Dafür bin ich ungemein dankbar.
Als Symbol habe ich meine Abarcas, meine traditionellen Ledersandalen mit einer Gummireifensole ausgesucht. Sie stehen dafür, dass wir immer unterwegs waren. Wir haben nicht  im Pfarrhof darauf gewartet was passiert, sondern sind raus zu den Leuten gegangen, haben in ihren Hütten in der Hängematte geschlafen haben, Chicha getrunken, spontane kleine Wortgottesdienste gefeiert haben und mit ihnen Pläne gemacht, wie das Leben besser werde könnte.

Mehr dazu auf meinem BolivienBlog: ofmbolivien.blogspot.com
Unterwegs im Barrio 27° de Mayo- bei den Hausbesuchen schließen sich uns viele Kinder an

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