Freitag, 1. Oktober 2010

"Ich steig jetzt bewusst aus meiner Rolle als Pfarrer aus" SN 1.10.10



„Mit dem Pfarrer konnte ich gut über mein Problem reden. Eine Zeit lang ging es mir dadurch auch wirklich besser“, erzählt sie. Bis zu jenem Gespräch, das der Pfarrer laut Anna L. mit den Worten einleitete: „Ich steige jetzt bewusst aus meiner Rolle als Pfarrer aus.“ Die Hand auf ihrem Oberschenkel konnte sie nicht gleich wegnehmen. Wie gelähmt sei sie gewesen, als er ihr dann sagte, dass es ihr wohl besser ginge, wenn sie mit ihm schlafen würde. „Dann hab ich ihn angeschrien, ihm wilde Vorwürfe gemacht, bis er verschwunden ist.“ 

(SN 30.9.2010 Es ist dreckig unter dem roten Teppich)

Eine Frau wird auf der Uni verbal-sexuell belästigt und geht zu ihrem Evangelischen Pfarrer, und der sagt was er wohl in seinen Propädeutischen Psycho-Wochenendkursen gelernt hat und betont nebenbei das Pfarrer-sein eben so eine Rolle ist aus der man aussteigt wenns passt.

Hingegen etwa Paul VI, einmal Papa immer Papa, in "Dialog mit Paul VI" von Jean Guitton S.37: 
Man hört niemals auf Vater zu sein. Diese Vaterschaft ist allumfassend und erstreckt sich auf alle Menschen. Ich spüre sie mit entströmen in konzentrischen Kreisen, weit über die sichtbaren Grenzen der Kirche hinaus. Ich fühle mich als Vater der gesamten Menschheitsfamilie

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