Samstag, 20. November 2010

Scholl-Latour über NGO's

Der späte Peter Scholl- Latour geht hart ins Gericht mit den Heilsgaranten der alternativen Generation, den Hl. NGO's
Die meisten NGO´s, die wie die Heuschrecken über neugegründete Republik hergefallen waren, haben sehr schnell den Heimflug angetreten, als sie merkten, daß auf Timor gelegentlich scharf geschossen wird. Eine dubiose deutsche Hilfsorganisation hatte sich dadurch hervorgetan, daß sie die Schulkinder mit Cocacola und Chips beglückte. Man hüte sich vor Verallgemeinerungen. Mir ist sehr wohl bewusst, daß eine beachtliche Zahl von internationalen Hilfswerken vorbildliche und selbstlose Arbeit leistet. Man denke nur an Caritas, Brot für die Welt, Ärzte ohne Grenzen, die »»Grünhelme«« Rupert Neudeckts, an die Malteser und manche andere mehr. Doch die Masse der »»Non-Governmental Organizations««- im afghanischen Kabul sind sie in Hundertschaften präsent- steht allzu oft im Dienste undurchsichtiger Geschäfte, des exotischen Reiserummels, einer egoistischen Selbstbestätigung und mehr noch der humanitär getarnten Spionage
Peter Scholl Latour, Die Angst des weißen Mannes, Ullstein 2010. S.23

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