Mittwoch, 29. Dezember 2010

Kosmos, Schöpfung, Nichts- Der Mensch in der Entscheidung.


Professor Dr. Wolfgang Speyer legt die Summe seines langjährigen Forschens zum Verhältnis Christentum und Antike vor:
erschienen im Tyrolia Verlag 2010, Salzburger Theologische Studien 37,

Der Autor stellt dem vom Nihilismus geprägten zeitgenössischen Welt- und Menschenbild den Gedanken des "geheimen Göttlichen" gegenüber, wie er sich in der griechisch-römischen Antike, im alten Judentum und ebenso im Neuen Testament findet. Und die Frage nach der Existenz des Göttlichen stellt die Weichen für Denken und Handeln.
WOLFGANG SPEYER, geb. 1933, studierte Klassische Philologie, Alte Geschichte, Philosophie sowie Theologie und lehrte als o. Univ.-Prof. an der Universität Salzburg; Mitherausgeber des Reallexikons für Antike und Christentum seit 1972.


Kosmos - Schöpfung - Nichts

Der Mensch in der Entscheidung

von 
Wolfgang Speyer
250 Seiten;
2010 
Tyrolia
ISBN 978-3-7022-3034-0
KNV-Titelnr.: 22872771



Das Buch geht von der geistig-seelischen Lage des europäischen Menschen nach Ludwig Feuerbach und Friedrich Nietzsche aus, d.h. von der der behaupteten These vom "Tode Gottes" und deren geistig- seelischen Folgen. Das pessimistische, ja depressive Bild vom Menschen ist in der Folgezeit zu einem absurden Bild von Mensch und Welt geworden, wie es bestimmte Kunstströmungen der Gegenwart spiegeln. So erscheinen Existenzialismus, Atheismus und Nihilismus als Zeichen unserer Gegenwart.
Auf diesem Hintergrund werden die griechisch- römische antike mit ihrem Verständnis des göttlichen Kosmos, ihrem Gedanken vom Menschen als einem Mikrokosmos, der dem göttlichen Makrokosmos der Welt antwortet, und die Offenbarung des Alten Testaments von Gott als dem Schöpfer sowie die Botschaft des Neuen Testamentes von Jesus aus Nazareth als dem Bildnis des SChöpfer-Gottes neu befragt.
Der Gedanke des geheimen Göttlichen, der für das Verständnis des Menschen konstitutiv ist, da dieser als Erkennend- Fragender auf Unendlichkeit angelegt ist, steht in der Mitte der Ausführungen. Der Mensch ist angerufen, sich gegenüber dem Geheimen- Offenbaren des Wirklichkeitsganzen, dem Ausdruck des Göttlichen, in einem positiven oder einem Negativen Sinne zu entscheiden, wie dies bereits die Mythe von Herakles am Scheideweg bildhaft verdeutlicht.
Der Autor:
WOLFGANG SPEYER, Dr. phil., o. Univ.-Prof., geboren in Köln 1933, Promotion an der Universität Köln 1959, Habilitation an der Universität Salzburg 1972. Mitherausgeber des Reallexikons für Antike und Christentum seit 1972. Fachgebiete: Klassische Philologie und Rezeptionsgeschichte, frühes Christentum, Theologie und Religionswissenschaft, Studien zur italienischen Renaissance, zum Buch- und Bibliothekswesen sowie zur Kunstgeschichte.

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