Freitag, 15. Juli 2011

Engelgleicher Flug der Diakone

Darauf küßt der Diakon sein Orarion [Stola des Diakons], ein langes, schmales Band, und legt es auf seine linke Schulter. Das Orarion ist das eigentliche Zeichen der Würde des Diakons. Mit ihm ruft er zu Beginn einer jeden kirchlichen Handlung das Volk zum Gebet, die Sänger zum Gesang, den Priester zum Vollzug der heiligen Handlung und sich selbst zu engelgleicher Schnelligkeit und Bereitschaft zum heiligen Dienst auf. Denn bei der Liturgie ist das Amt des Diakons gleich zu achten dem Amt der Engel in den Himmeln; versinnbildet er doch gemäß der Auslegung des Heiligen Johannes Chrysostomos- durch dieses auf seine Schulter gelegte dünne und einem luftigen Flügel gleich hin und her wehende Band und durch sein Gehen in der Kirche- den Flug der Engel.
Aus:Nikolaj V. Gogol (1809-1852): Betrachtungen über die Göttliche Liturgie, Verlagsbuchhandlung DER CHRISTLICHE OSTEN, S.15
Ja, es ist DER Gogol, der Übervater der russischen Literatur sozusagen, der in einem Nebensatz den Charakter einer Person so zusammenfasst wie sonst wer auf 100 Seiten, und man kommt nicht mehr aus dem lachen und staunen etc...

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