Dienstag, 13. Dezember 2011

Duksche Zivilreligion


Was spielt sich in Entenhausen ab mit der Religion? Wolfgang J. Fuchs fasst im neuen DDSH (Donald Duck Sonderheft 295, Weihnachten 201, Entenhausener Geschichten Folge 189) zusammen:

"Alle Jahre wieder findet auch in Disney-Publikationen das Weihnachtsfest statt. Dabei werden die Konventionen von Weihnachten gepflegt - die Familientreffen, der Festschmaus, die Geschenke, die Nächstenliebe, der Konsumzwang und, wie sich das für Amerika gehört, der Auftritt von Santa Claus. Was nicht gepflegt wird, ist der religiöse Hintergrund des Weihnachtsfestes. Das liegt zum Teil daran, dass man keine religiösen Gruppen verärgern will, zum Teil aber auch daran, das Religion im Allgemeinen kein Entenhausner Thema ist. zu den wenigen Ausnahmen gehört, dass Donald im Trickfilm in Notlagen gelegentlich Gebete murmelt, dass in den Comicstrips von Al Taliaferro manchmal ein Kirchenbesuch gezeigt wird und das bei Barks enthüllt wird, dass es in Entenhausen ein Münster ("Notre Duck") gibt.

Armes säkularisiertes Entenhausen, das hier exemplarisch steht für jede westliche Großstadt bevölkert von Enten, Hunden, Mäusen, Oligarchen, Politikern, Panzerknackern, Polizisten...Weihnachten reisst die Menschen kurz aus ihrer Tristess, erschüttert sie aber nicht in der Seele. Die Sehnsucht nach MEHR wird zugepampft mit Gütern. Der Münster Notre Duck zeugt von einer Vergangenheit die ulkig bis maximal interessant war. Aber auch in Entenhausen gilt: Die gequälte Kreatur findet die Hilfe, die Erlösung nicht in sich selbst. Man beginnt zu beten...
http://www.salimbeti.com/paperinik/en/city.htm, dort auch weitere Erklärungen zu dem (Neu)Gotischen Bau


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